Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde

Per 1.1.2013 treten verschiedene Neuerungen in Kraft, über die hier kurz informiert wird. Ausführlichere Informationen finden Sie auf der Homepage des Kindes- und Erwachsenenschutzes.

Ab dem 1. Januar 2013 übernehmen die elf neuen Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (KESB) vollumfänglich die Aufgaben der bisherigen Vormundschaftsbehörden. Ab diesem Zeitpunkt ist folgende Behörde für unsere Gemeinde zuständig: Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Oberaargau, Städtli 26, 3380 Wangen, Tel. 032 346 69 75.

Private Mandatstragende (Vormund, Beistand)
Auch im neuen Recht bildet der Einsatz von privaten Mandatstragenden (PriMa) einen wichtigen Pfeiler. Vorgesehen ist, dass private Mandatstragende (Beistand) vor allem im Bereich Erwachsenenschutz tätig sind. Im Kinderschutzbereich werden in der Regel professionelle Mandatstragende eingesetzt.

Wer ist künftig Ansprechpartner für Bürger und private Mandatstragende?
Die neuen Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (KESB) ernennen die Mandatstragenden. Gemäss Verordnung wird die Rekrutierung, Schulung, Instruktion und Beratung von PriMa an die Gemeinde, d.h. die entsprechenden regionalen Sozialdienste, delegiert. Der Sozialdienst unterstützt Mandatstragende, soweit nötig, hilft bei der Mandatsführung und steht für Fragen zur Verfügung.

Gefährdungsmeldungen sind ab 1. Januar 2013 direkt an die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde in Wangen zu richten.

Wie verläuft die Umwandlung einer Massnahme gemäss neuem Recht?
Vormundschaften des bisherigen Rechts für Erwachsene (Art. 369-372) und erstreckte elterliche Sorge werden per 1. Januar 2013 automatisch zu umfassenden Beistandschaften. Die Vormundschaften für Kinder bleiben bestehen. Alle anderen Massnahmen des bisherigen Rechts gelten während maximal drei Jahren weiter und fallen danach (d.h. per 1. Januar 2016) dahin, sofern die KESB keine Anpassung an das neue Recht verfügt hat.

Vorsorgeauftrag / Patientenverfügung
Im neuen Erwachsenenschutzrecht wird die Eigenverantwortung/das Selbstbestimmungsrecht mittels dieser zwei Instrumente gefördert. Interessierte können sich bei einer Sozialberatungsstelle (z.B. Sozialdienste, Pro Senectute) näher informieren.