Zurückschneiten der Sträucher und Bäume entlang der Strassen und Wege

Lichtraumprofil

Bäume, Sträucher und Anpflanzungen, die zu nahe an der Strasse stehen oder in den Strassenraum hineinragen, gefährden die Verkehrsteilnehmenden, aber auch Kinder und Erwachsene, die aus verdeckten Standorten unvermittelt auf die Strasse treten. Zur Verhinderung derartiger Verkehrsgefährdungen schreibt das Strassengesetz vom 04.06.2008 unter anderem vor:

  • Hecken, Sträucher, landwirtscahftliche Kulturen und nicht hochstämmige Bäume müssen seitlich mindestens 50 cm Abstand zum Fahrbahnrand haben. Überhängende Äste dürfen nicht in den über der Strasse freizuhaltenden Luftraum vom 4.50 m Höhe hineinragen; über Geh- und Radwegen müssen mindestens eine Höhe von 2.50 m und ein seitlicher Abstand von 50 cm freigehalten werden.
  • Die Wirkung der Strassenbeleuchtung darf nicht beeinträchtigt werden.
  • An unübersichtlichen Strassenstellen dürfen Einfriedungen und Zäune die Fahrbahn um höchstens 60 cm überragen. Für die nicht hochstämmigen Bäume, Hecken, Sträucher, landwirtschaftlichen Kulturen und dergleichen gelten die Vorschriften über Einfriedungen. Danach müssen solche Pflanzen bis zu einer Höhe von 1.20 m einen Strassenabstand von 0.5 m ab Fahrbahnrand einhalten. Sind sie höher, so müssen sie um ihre Mehrhöge zurückversetzt werden. Der Geltungsbereich erstreckt sich auch auf bestehende solche Pflanzen.

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Ausfahrten, Strasseneinmündungen (Sichtberme)

Im Sichtzonenbereich (Sichtberme) von Ausfahrten oder Strasseneinmündungen dürfen Mauern, Einfriedungen, Böschungen sowie Pflanzungen einschliesslich landwirtschaftlicher Kulturen höchstens eine Höhe von 60 cm, ab Strassenhöhe erreichen.

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Grundsätzlich ist jeder Grundeigentümer selber für die Umsetzung der Vorschriften verantwortlich und trägt deren Kosten. Die Gemeinde hat die Einhaltung dieser Vorschrift bei allen öffentlichen Strassen zu überwachen und die nötigen Anordnungen zu treffen.Werden die Vorschriften nicht eingehalten, wird der Grundeigentümer schriftliche gemahnt und eine Frist gesetzt. Wir die Frist missachtet, werden die Arbeiten durch den Werkdienst ausgeführt und der Aufwand an den betroffenen Grundeigentümer weiterverrechnet.

Bei fragen steht Ihnen der Leiter Werkdienste unter der Natelnummer 079 915 75 17 oder per Mail an martin.geissbuehler@seeberg.ch, gerne zur Verfügung.