Einbürgerung: ordentliche

Voraussetzungen:

  • 12 Jahre Wohnsitz in der Schweiz, wovon drei Jahre in den letzten fünf Jahren vor Gesuchseinreichung (zwischen dem vollendeten 10. und 20. Lebensjahr zählen die Wohnsitzjahre doppelt).
  • Mindestens 2 Jahre ununterbrochener Wohnsitz im Kanton vor Gesuchseinreichung
  • Mindestens 2 Jahre ununterbrochener Wohnsitz in der Gemeinde vor Gesuchseinreichung
  • Die schweizerische Rechtsordnung beachten. Das heisst zum Beispiel, dass Strafregisterauszüge keine Einträge enthalten dürfen
  • In die schweizerischen Verhältnissen eingegliedert sein
  • Mit den schweizerischen Lebensgewohnheiten, Sitten und Gebräuchen vertraut sein
  • Einbürgerungskurs besuchen
  • Genügende Sprachkenntnisse nachweisen (Sprachstandanalyse)

Für Ehepaare gilt:

  • Eine Ehepartnerin/eine Ehepartner muss mindestens 12 Jahre in der Schweiz wohnen
  • Für die andere Ehepartnerin/den anderen Ehepartner reichen 5 Jahre Wohnsitz in der Schweiz aus, wovon ein Jahr unmittelbar vor Gesuchseinreichung
  • Dies gilt, sofern die Ehe seit mindestens 3 Jahren besteht und das Ehepaar seit mindestens 2 Jahren in der Einbürgerungsgemeinde lebt.

Für die eingetragene Partnerin einer Schweizer Bürgerin oder den eingetragenen Partner eines Schweizer Bürgers gilt:

  • Wohnsitz von insgesamt 5 Jahren in der Schweiz, wovon ein Jahr unmittelbar vor Gesuchseinreichung
  • Dies gilt, sofern die eingetragene Partnerschaft seit mindestens 3 Jahren besteht und die Partnerin bzw. der Partner seit mindestens zwei Jahren in der Einbürgerungsgemeinde leben
  • Insgesamt 12 Jahre in der Schweiz, wovon drei in den letzten fünf Jahren vor Einreichung des Gesuches (Zeit zwischen dem 10. und 20. Lebensjahr zählt doppelt)


Vorgehen:

  • Registrierung beim zuständigen Zivilstandesamt der Einbürgerungsgemeinde
  • Beratung und Prüfung, ob Einbürgerungskurs und Sprachstandanalyse absolviert werden müssen
  • Entgegennahme Gesuch durch Gemeinde
  • Vorprüfung des Gesuches
    - Wohnsitzvoraussetzungen nach Bundesrecht
    - Wohnsitzvoraussetzungen nach kantonalem Recht
    - Bewilligung einholen, wenn die Wohnsitzvoraussetzungen nach kantonalem Recht nicht erfüllt sind
  •  Abklärung der Eignung für die Einbürgerung
    - Persönliche Befragung
    - Erstellung eines Berichtes zuhanden des Gemeinderates → Antrag
  • Entscheid des Gemeinderates über die Zusicherung des Gemeindebürgerrechts
  • Überweisung der Akten an den Zivilstands- und Bürgerrechtsdienst des Kantons Bern
    - Rechnungsstellung Gebühren Bund, Kanton, Gemeinde
    - Gesuch mit allen Unterlagen und dem Beschluss über die Zusicherung des Gemeindebürgerrechts
    - Einholung der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung
    - Einbürgerung durch Polizei- und Militärdirektion
    - Erlass der amtlichen Mitteilungen
    - Rücksendung der Akten an die Gemeinde
  • Eröffnung der Einbürgerung


Kosten:

Die Kosten für die Einbürgerung setzten sich aus Gemeinde-, Kantons- und Bundesgebühren zussammen.


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